Gesamtcholesterin
2. Wann wird Cholesterin gefährlich?
4. Richtwerte
5. Ursachen
Cholesterin ist ein Fett und an sich kein gefährlicher Stoff, im Gegenteil: Er ist lebensnotwendig für uns. Dieses Fett wird aus Kohlenhydraten gebildet und zählt zu
- den Bausteinen der Zellhülle,
- ist Ausgangsstoff zur Bildung von Vitamin D,
- Hormonen (z.B.Östrogen und Testosteron) und
- Gallensäure.
Es hat also sehr wichtige Aufgaben in unserem Körper und wird daher auch vom Körper selbst hergestellt. Pro Tag sind das rund ein bis zwei Gramm, was den Energiebedarf auch bei einer völlig cholesterinfreien Ernährung deckt. Bis hierhin ist alles in Ordnung, denn bei gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung reguliert der Körper den fett- und Cholesterinstoffwechsel selbst.
Der Körper kann sich aber das Cholesterin auch auf andere Weise besorgen: nämlich durch Nahrung - hauptsächlich tierische Nahrung. Wird nun mit dieser Nahrung jahrelang zu viel Fett und
Cholesterin zugeführt, wird es an den Gefäßwänden abgelagert und führt zur Gefäßverkalkung - der Arteriosklerose.
Zur Bestimmung der Cholesterinwerte ist eine Blutabnahme erforderlich. Da nach jeder Mahlzeit die Blutfettwerte erhöht sein können, sollte man, um genaue Werte zu erhalten, etwa zwölf Stunden vorher
nichts gegessen haben.
Gemessen wird die Konzentration im Blut von.
- Gesamtcholesterin
- LDL-Cholesterien
- HDL-Cholesterien
- Triglyzeride
Die letzten drei Werte können nur von einem Arzt bestimmt werden und sind sehr kostenaufwendig. Da aber die Blutfettbestimmung ein Bestandteil der Vorsorgeuntersuchung ist, kann jeder ab dem
35.Lebensjahr in Deutschland alle zwei Jahre kostenfrei diese Untersuchung durchführen lassen.
In der Apotheke können Sie wiederum sehr günstig und zu jeder Zeit Ihren Gesamtcholesterinwert bestimmen lassen.
Die Höhe der Blutfettwerte ist abhängig vom Lebensalter und Geschlecht. Der Gesamtcholesterinwert sollte nicht über 240 mg/dl (240 mg Cholesterin in 100 mL Blut) liegen. Ansonsten steigert sich das Schlaganfall-Risiko enorm.
Erhöhte Blutfettwerte entstehen hauptsächlich durch eine fett- und cholesterienreiche Ernährung, wie z.B....
- Fette Wurst- und Fleischwaren
- Innereien
- Butter
- Käse mit hohem Fettgehalt
- Schmalzgebackenes
- Eier
sowie durch
- Schilddrüsenunterfunktion,
- schlecht eingestellte Zuckerkrankheit,
- chronische Lebererkrankungen,
- erblich bedingte Hypercholesterienämie,
- Einnahme von Medikamenten wie z.B. Hormone zur Verhütung und Entwässerungstabletten.
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