Homöopathie

1. Was ist Homöopathie?

2. Woher kommen homöopathische Medikamente?

3. Das Geheimnis der Verdünnung

4. Arzneiformen

5. Arzneimittelbezeichnungen

6. Symptome und die Medikamente

7. Sechs Tipps für die richtige Einnahme

8. Seminar

 

Jede Krankheit wird mit etwas »Gegensätzlichem« behandelt. Hat ein Patient Durchfall, soll er stopfende Mittel nehmen, bei Schmerzen betäubende, bei Fieber temperatursenkende. Bei der Homöopathie erfolgt die Behandlung in umgekehrter Richtung, indem Ähnliches mit Ähnlichem - homöopathisch - bekämpft wird. Die Krankheit wird also mit einem solchen Arzneimittel behandelt, das am gesunden Menschen ähnliche Erscheinungen hervorruft wie diese. Zwei Beispiele aus dem Alltag sollen das verdeutlichen:

Beispiel 1:
Jeder kennt das: wir stehen in der Küche und schneiden Zwiebeln. Nach kurzer Zeit fangen die Augen an zu tränen. Zeigt eine Krankheit ähnliche Symptome bekämpfen wir diese ebenfalls mit einem »verdünnten Zwiebelsaft«.

Beispiel 2:
Ein Wespenstich kann sehr dramatische Folgen haben: die Haut wird rot und schwillt schmerzhaft an. In der Homöopathie verwenden wir ebenfalls ein »verdünntes Wespengift« um Krankheiten mit ähnlichen Symptomen zu bekämpfen.

 

Mehr zum Thema im Netzwerk für Homöopathie unter www.homoeopathie-heute.de

 

Es sind etwa 2000 homöopathische Mittel bekannt. Grundlage der Herstellung sind

 

Pflanzen Z.B. das Gift der Tollkirsche (Atropa belladonna) gehöhrt - in entsprechender  Potenz - zu den wichtigsten Wirkstoffen in der Homöopathie.

Mineralien Z.B. Schwefel (Sulfur depuratum) kann die Atemwege ebenso heilen wie die Leber, den Darm sowie den Stütz- und Bewegungsapparat.

Tierische Produkte Der Biß einer Brillenschlange z.B. ist tödlich, ihr getrocknetes Gift (Naja tripudians) ein homöopathisches Herz-Kreislauf-Mittel.

 

Homöopathika werden in einem aufwändigen Verfahren hersgestellt. Als erstes wird eine Urtinktur (bei Mineralien Verreibung) gewonnen. Gibt man zu einem Teil der Ursubstanz neun Teile Alkohol ensteht eine 1:10 Verdünnung (sie heißt D1). Wird diese Verdünnung nochmals 1:10 verdünnt, entsteht die D2- Potenz usw.

 

Aus einer Ursubstanz werden mit Hilfe von Alkohol oder Milchzucker folgende Arzneiformen hergestellt:

 

Dilutionen (Dil.) flüssige Zubereitung (Verdünnung, Tropfen)

Tabletten (Tabl.) gepresste Verreibung

Globuli (Glob.) mit flüssigen Zubereitungen getränkte Rohrzuckerkügelchen (Streukügelchen)

 

Die Arzneimittel werden in der Homöopathie mit ihren lateinischen Namen bezeichnet. Das macht anfänglich einige Schwierigkeiten. Um die Arzneimittel aber zu verstehen, sollte man sich mit einigen Begriffen vetraut machen. Eine kleine Auswahl ist nachfolgend aufgeführt:

 

Pflanzliche Mittel:
Aconitum Sturmhut, Eisenhut
Arnica Arnika, Bergwohlverleih
Belladonna Tollkirsche
Berberis Berberitze, Sauerdorn

Bryonia

Zaunrübe
Cactus Königin der Nacht
Carduus marianus Mariendistel
Chelidonium Schöllkraut
Crataegus Weißdorn
Dulcamara Bittersüßer Nachtschatten
Nux vomica Brechnuß
Pulsatilla Küchenschelle
Rhus toxicodendron Giftsumach
Secale cornutum Mutterkorn
Spigelia Wurmkraut
Spiraea Mädesüß
Symphytum Beinwell

 

Tierische Mittel:
Apis Biene
Sepia getrockneter Inhalt des Tintenfischbeutels

 

Mineralische Mittel:
Calcium carbonicum Kalziumkarbonat, Kalk
Calcium fluoratum Kalziumfluorid, Flußspat
Hepar sulfuris Kalkschwefelleber
Silicea Kieselsäure

 

 

  • Wenn das Fieber kommt... Eisen (Ferrum phosphoricum)
  • Soll der Hals heilen... Tollkirsche (Belladonna)
  • Bei Husten hilft... Zaunrübe (Bryonia)
  • Den Schnupfen lindert... die Zwiebel (Allium cepa)
  • Wenn das Ohr schmerzt:... Sturmhut (Aconitum)
  • Bei entzündeten Nebenhöhlen... Muskat (Myristica)
  • Die Stimme kommt zurück mit... Engelswurz(Archangelika)

 

  1. Lassen Sie Homöopathika langsam im Mund zergehen. Über die Schleimhaut werden sie schneller aufgenommen.
  2. Nehmen Sie die Mittel mit einem Plastiklöffel ein und nicht mit einem aus Metall.
  3. Essen und trinken Sie 15 - 30 Minuten vor und nach der Einnahme nichts - auch die Zähne in der Zeit nicht putzen.
  4. Verzichten Sie auf Einreibemittel mit Kampfer, da ätherische Öle die Wirkung aufheben können.
  5. Trinken Sie keinen Pfefferminztee und benutzen Sie keine Zahnpasta mit Minze und Menthol - die Wirkung wird sonst herabgesetzt.
  6. Meiden Sie koffeinhaltige Getränke (Kaffee, Schwarztee, Cola)

 

  • Homöopathie im Winter
am 17.02.2010 um 19.00 Uhr in Velten
Referent Dr.R.R.Fendius (DHU)
  • Die kleine homöopathische Hausapotheke
am 14.April 2010 um 19.00 Uhr in Velten
am 29.April 2010 um 19.15 Uhr in Vehlefanz
Referentin Wiebke Ude (Heilpraktikerin)
Seminargebühr 10,- €